Samstagabend in Ziguinchor kurz vor der Grenze nach Guinea-Bissau – als klar war, dass es die beiden Mitstreiter nicht an diesem Tag in die Stadt schaffen, verabredete ich mich also mit Dieter zum gemeinsamen Grenzübergang, als dieser mich großzügig auf ein gemeinsames Bier eingeladen hatte.

Dieter wollte früh starten, um 8:30 Uhr – für mich natürlich kein Problem. Mit dem Wecker auf 7 Uhr war mein Chaos im Zimmer schnell aufgeräumt und ich abfahrbereit nach dem Frühstück.

In herrlicher, angenehmer Morgenluft fuhren wir los. Ich hechelte dem immer noch fitten Dieter mit E-Bike fast ein wenig hinterher. Nur ein Problem gab es: Das Geräusch an meinem Fahrrad wurde immer lauter, ähnlich einer lockeren Schraube. Auch Dieter fiel das irgendwann auf, sodass wir schließlich anhielten.

Das Geräusch kam tendenziell aus dem Hinterrad, und mein hinteres Ritzel ist allgemein die Problemstelle meines Fahrrades, wenn man so will – es wird immer wieder locker. Wir testeten zudem das Spiel des hinteren Laufrades, hier saß jedoch alles bombenfest. Das Radlager kam somit eher nicht in Frage…

Ein herrlicher Morgen, wenn das Geräusch nicht wäre…

Kurz vor der Grenze wurde das Geräusch schier unerträglich laut, sodass ich die herrliche Morgenstimmung in tropischer Landschaft kaum genießen konnte. Wir einigten uns auf die Pause eines Eingriffs nach dem Grenzübertritt. Dieser verlief durchaus unkompliziert. Nach etwas über 20 Kilometern erhielten wir ohne große Nachfrage den Ausreisestempel. Auch an der Immigration wurden nur kurz die Daten unseres Visums übertragen. Anschließend folgte der Einreisestempel – fertig. Geldwechsel fiel eh weg.

Glücklich an der Grenze.

Nach der Besorgung von Internet suchten wir ein schattiges Plätzchen in der Hitze, welches wir praktischerweise neben einem kleinen lokalen Stand, wo an Fahrrädern herumgeschraubt wurde, ergatterten.

Direkt viele Zuschauer.

Ich hatte immerhin das Werkzeug dabei, um mein Ritzel hinten wieder festzuziehen. Also baute ich einmal das Hinterrad aus, zog die Kasette mit dem Schlüssel ordentlich fest und baute anschließend das Hinterrad wieder ein – natürlich begleitet von zahlreichen neugierigen Kindern. Immerhin zeigten sie sich sehr hilfsbereit und hielten bei der Wiederinstallation der Gepäcktaschen mein Fahrrad.

Bei Wiederbeginn der Fahrt war das Geräusch dann tatsächlich weg. Die Freude hielt allerdings nur wenige Kilometer, ehe es wiederkam – fast genauso laut wie vorher. Also lag es daran wohl auch nicht…

Mit Dieter auf den Pisten in Guinea-Bissau.
Die Tour-Kulisse.

Na ja, am Nachmittag hatte ich dann ja genug Zeit. Ich hielt nämlich nach etwas über 40 Kilometern bei einem auf iOverlander ausgeschriebenen Local an, der sich über Besuch von Reisenden jederzeit freut und diese mit offenen Armen empfängt.

Wieder unter interessierter Beobachtung.

Dies nahm ich dankbar an und nachdem ich mit Dieter im selbigen Dorf lokalen Fisch zu Mittag aß, lud mich Ibrahim 100 Meter weiter ebenfalls zum gemeinsamen Mittagessen ein – wiederum gab es Reis mit Fisch. Interessant war zu beobachten, wie jeweils stoisch nach Geschlechtern getrennt gegessen wurde.

Gemeinsames Mittagessen.

Danach erklärte mir Ibrahim mehr über die politische Lage in Guinea-Bissau. Insbesondere über die Unzufriedenheit der Gesellschaft aufgrund der volksfernen Politik der Regierung. Es gäbe laut ihm viele Möglichkeiten, Arbeitsplätze und mehr Wohlstand zu schaffen, um mit diesem Steuergeld auch die indiskutablen Straßenverhältnisse zu beseitigen, mit welchen ich stellenweise auch Bekanntschaft machen durfte. Stattdessen stecken sich die Poltiker das Geld in die eigene Tasche und denken nicht an die Bürger, die arbeiten wollen aber aber nicht können und stattdessen in Form von krimineller Energie ihren Lebensunterhalt verdienen.

Ibrahim jedoch hatte sich etwas eigenes aufgebaut, hat seinen eigenen Shop, baut aktuell ein Eigenheim und möchte in Zukunft auch ein eigenes Restaurant eröffnen. Er ist die Herzlichkeit in Person, liest dir jeden Wunsch von den Wimpern ab.

Nächtigen durften wir auf dem Fußboden von seiner jetzigen Wellblechwohnung, wo ich mein Fajrrad abstellte und meine Luftmatratze aufbaute.

Anschließend machte ich mich an mein Fahrrad, drehte es wiederum auf den Kopf und suchte nach der Quelle für das Geräusch. Wiederum ohne Erfolg – im Gegenteil. Ich machte alles nur noch schlimmer: Durch die lange Position über Kopf ist bei der hydraulischen Scheibenbremse wohl Luft ins System gekommen. Die Vorderradbremse jedenfalls zeigte kaum Wirkung mehr – eine Entlüftung war fällig. Das war eine klassische Verschlimmbesserung des Problems!

So ließ ich es gut sein und entspannte lediglich ein wenig in der tropischen Hitze, die hier vorherrschte, ehe es abends wieder etwas angenehmer wurde.

Ein tropisch-paradiesischer Platz.

Um 20 Uhr abends kamen schließlich auch Jannick und Lucas an, leider etwas zu spät, um beim gemeinsamen Abendessen mitzumachen. Ibrahim war jedoch so ein herzensguter Gastgeber, er machte den Spätankömmligen trotzdem nochmal schnell ein Essen.

Ich widmete mich währenddessen wichtigen Rechercheaufgaben. Wir waren nämlich nur noch gute 100 Kilometer von Bissau, der Hauptstadt des Landes, entfernt – ja, so groß ist Guinea-Bissau nicht!

Von hier aus wollten wir nämlich das Bijagos-Inselarchipel besuchen – eine Perle am Fuße des Landes, bestehend aus fast 100 verschiedenen Inseln, von denen jedoch nur etwas mehr als zwei Hand voll überhaupt bewohnt sind.

Wir wollten die Hauptinsel Bubaque besuchen. Doch auch diese ist wenn überhaupt semi-touristisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Übersetzens. Eine Passagierfähre fährt nur jeden Freitag hin und sonntags zurück. Mit der Anfrage eines Speedboots ist man flexibel, doch diese sprengen dementsprechend auch unser Reisebudget. Dann gibt es noch die Möglichkeit, mit einer Pirogue aus Holz für ca. 5 Euro auf die Insel zu kommen. Die Möglichkeit hierfür besteht dienstags und freitags, die Rückfahrt ist mittwochs und sonntags möglich. Die genaue Abfahrtszeit hängt ist jedoch nie fix und hängt auch von Ebbe und Flut ab, meistens jedoch immer sehr früh. Man müsse sich beim Hafen erkundigen.

So suchte ich eine Nummer eines Ansprechpartners im Hafen, welche ich dann auf iOverlander fand, meine persönliche unverzichtbare Reiseapp hier. Ich schrieb unter der Nummer auf WhatsApp und bekam schnell eine Antwort: Dienstag um 12 Uhr! Perfekt, dann können wir ja planen…

Da es Sonntagabend war, bestand der Plan da drin, am Montag so viele Kilometer wie möglich bis Bissau zu machen, da es sonst einen ziemlichen Stress am Dienstagvormittag bedeuten würde – besonders mit den beiden Spätaufstehern!😉

Nur ein Problem hatte ich eben noch: Irgendwie wollte ich mein Fahrrad vorher noch reparieren, die Bremse ist schließlich sicherheitsrelevant.

Der herzensgute Ibrahim suchte nach einer Lösung für mein Problem, kannte einen Kumpel, der nebenberuflich Fahrräder repariert. Er konnte tatsächlich erreichen, dass dieser am nächsten Morgen vorbeikommt und sich die Problemstellen meines Fahrrades anschauen kann.

So musste ich es an jenem Morgen fast erstmal entspannt angehen lassen, da die Reparatur natürlich Vorrang hat, um dann sicher in Richtung Bissau fahren zu können.

Morgenstimmung am ersten Morgen in Guinea-Bissau.

Falls es nicht funktionieren sollte, habe ich bereits Kontakt mit einem Fahrradreparateur in Bissau aufgenommen. Es wird im Zweifel natürlich sehr knapp und stressig, um das noch schnell vor der Abfahrt auf Insel richten zu lassen…

Es zog sich etwas, um 11 Uhr vormittags kam schließlich meine vermeintliche Rettung vorbei. Er nahm mein Fahrrad mit in seine Werkstatt ein Dorf weiter, eine Stunde sollte es wohl dauern.

Immerhin konnte sich das Resultat dann durchaus sehen lassen, aus der Hinterachse kam kein schraubenartiges Geräusch mehr. Das Wichtigste blieb jedoch auf der Strecke: Für das Öffnen der Bremse fehlte ihm das Werkzeug, ein kleiner Sternschlüssel. Leider habe auch ich an meinem Multitool nur einen größeren Sternschlüssel. So kam es zur nächsten „Verschlimmbesserung“, als wir mit meinem kleinen Inbusschlüssel versuchten, die Bremse irgendwie aufzubekommen und hierbei die Schraube gut verschlissen haben…nichts zu machen!

So blieb mir nur eine Möglichkeit: Die 100 Kilometer bis Bissau nur mit der Hinterradbremse zu fahren und es am Dienstag in der Früh richten zu lassen…

Ich fand einen Campingplatz für 5.000 CFA in der Nähe des Fahrradladens, eine der günstigsten Optionen in dem doch recht teuren Bissau. Ich wusste zudem: Nun muss der Turbomodus eingeschaltet werden, es ist schon spät und ich muss es eigentlich heute noch bis Bissau schaffen, um das alles stressfrei hinzubekommen…

Ibrahim lud uns noch einmal zum gemeinsamen Mittagessen ein – natürlich Reis mit Fisch, wie sollte es anders sein 😉 Ich nahm es dankbar an, hierdurch spare ich mir eventuell die Essenspause auf der Fahrt. Ibrahim verabschiedete mich in der hier üblichen spirituell-religiösen Art und Weise: „Gott segne meinen lieben Freund Cyprian und schütze ihn vor bösen Machenschaften auf seinem weiteren Weg Richtung Süden.“ Trotz meiner Konfessionsigkeit sage ich natürlich vielen Dank für die lieben Wünsche!

Danke für die Gastfreundschaft.

Die anderen beiden ließen es anschließend etwas entspannter angehen, ich hatte nun jedoch den Stress. Um halb 1 schließlich kam ich los. Vollgasmodus und Musik ein und ab dafür!

Zuerst war die Straße noch asphaltiert, wenn auch mit vielen Schlaglöchern. Die Autos wichen kreuz und quer aus, während man als Radfahrer noch eine halbwegs vertretbare Linie zwischen den Löchern durchfahren konnte.

Trotz der maroden Straßenverhältnisse waren die Beine gut und voller Power, ich kam mit 20 Stundenkilometern voran und lag gut in der Zeit, die 100 Kilometer bis zum angepeilten Campingplatz vor Einbruch der Dunkelheit zu schaffen.

Die Straße wurde freilich immer abenteuerlicher, aus zunächst einzelnen Passagen von huckeliger Wellblech-Sand-Piste wurden bald phasenweise mehrere Kilometer am Stück – man wurde ordentlich durchgeschüttelt, inklusive Techniktraining im Sand. Die sattgrüne, paradiesische Landschaft freilich entschädigte für die bescheidenen Streckenverhältnissen. Zudem wurden zwei große Flüsse überquert, der Rio Cacheu und der Rio Mansoa. Kurze Fotostopps mussten sein inklusive Trinkpausen, waren jedoch die Ausnahme.

Landschaftliche Kulisse.
Abenteuerliche Sandpiste – kilometerlang.

Durchquerte man Kilometer um Kilometer nur die paradiesische Landschaft mit einigen Dörfern, so wurde es nach einigen Stunden schließlich spürbar städtischer – Bissau war nahe, man befand sich im Einzugsbereich der Stadt. Vorbei am Flughafen ging es auf der Schnellstraße die letzten Kilometer dahin, bis mit einer Punktlandung nach genau 100 Kilometern der Campingplatz erreicht war um ziemlich genau 18 Uhr, laut Strava habe ich genau 20 Minuten Pause gemacht während der Fahrt.

Angekommen.

Mir blieb es selbst ein Rätsel, wie ich bei den Straßenverhältnissen am Ende annähernd einen 20-Km/h-Schnitt fahren konnte, ich nahm es jedoch gerne so und freute mich, dass ich diesen Kraftakt gut hinter mich brachte und nun der Reparatur am nächsten Morgen in der Früh nichts mehr im Wege stand. Etwas anstrengend ist es doch, wenn man sich immer wieder von neuem bei jedem Bremsvorgang ins Gedächtnis rufen muss, dass man nur mit der rechten Hand bremsen darf 😅

Der Campingplatz hatte sogar einen Swimmingpool, in dem ich dann erstmal im Sonnenuntergang eine Runde schwimmen ging. Hunger hatte ich trotz 100 Kilometern Fahrradtour immer noch keinen, zu mächtig war die Portion Reis mit Fisch zu Mittag. Schließlich holte ich mir jedoch trotzdem noch etwas bei der Tanke nebenan. Mit Diallo, dem Fahrradreparateur, vereinbarte ich halb 9 am nächsten Morgen in der Früh.

Nachdem ich mich nach den anderen beiden erkundigte, die wohl bis weit in die Nacht hinein noch gefahren sind – abenteuerlich bei den Straßen – schlief ich auch direkt. Der Wecker war auf 7 Uhr gestellt: Aufstehen, Frühstücken, Zelt abbauen und wieder los!

Diese Prozedur zieht sich natürlich trotzdem immer etwas und mit über 10 Minuten erreichte ich Diallos Fahrradwerkstatt nach kurzer Anfahrt – Schande über mein Haupt!

Diallo, mit dem ich mich auf Französisch verständigen konnte, nahm mein Fahrrad unter die Lupe und füllte zuerst die Bremsflüssigkeit wieder nach. Nun hat die Bremse zumindest wieder einen Druckpunkt. Einstellen kann ich diesen dann ja noch immer bei Gelegenheit – Hauptsache es bremst wieder!

Diallo ist jedoch sehr hellhörig – hellhöriger als ich. Bei einer kurzen Testfahrt fiel ihm doch wieder ein minimales Geräusch aus der Hinterachse auf. Er bot mir an, es sich anzuschauen und gegebenfalls zu reparieren. Da ich um 11 Uhr am Hafen sein wollte und es erst kurz nach 9 Uhr war, stimmte ich zu.

Große Reparaturaktion.

So baute Diallo das Hinterrad aus und zerlegte dieses in seine Einzelteile, schraubte den Zahnkranz und die Bremsscheibe ab, welche beide mitgenommen aussahen und gründlich gereinigt wurden. Danach löste er die Schraube in der Achse zwischen Bremsscheibe und Zahnkranz. Hierbei klärte sich doch einiges auf: Das Gewinde dieser Schraube war an einer winzigen Stelle von vielleicht ein paar Millimetern ausgefranzt/abgeschliffen. Da hätte man so viel festziehen können, wie man will: Man hätte immer nur die Symptome behandelt, aber nicht die Ursache – das Geräusch wäre nach kurzer Zeit immer wieder gekommen.

Diallo hatte eine Ersatzschraube auf Vorrat. Er reinigte die komplette Achse, setzte die Kugeln neu ein und fettete auch anschließend alles neu ein – fertig! Nun ist hoffentlich die Ursache behoben…hoffen wir, dass so etwas die Ausnahme bleibt und nicht alle Teile meines Fahrrades so schnell schlapp machen. Sonst kann das Abenteuer schneller vorbei sein, als einem lieb ist. Trotzdem war ich überrascht, wie gut das Fahrrad so noch hunderte Kilometer durchgehalten hat. Manchmal wundere ich mich selber – mein Fahrrad bekommt langsam die verschiedensten mechanischen Probleme, aber auf meinen ersten platten Reifen warte ich auch nach über 9.000 Kilometdtn vergeblich 😉

Einmal alles zerlegt.

Ich dankte Diallo für seinen Einsatz und war natürlich bereit, ihm für diese Fahrradrettung auch den entsprechenden Preis zu bezahlen. Er erzählte mir zudem, dass er ebenfalls von einer längeren Radreise nach Europa träumt, nur leider ist die Visabeschaffung einfach schwer bis unmöglich. Ich fühle mit ihm und bin gleichzeitig dankbar darüber, genügend Geld sowie einen deutschen Reisepass zu besitzen – beides nicht selbstverständlich und ein riesen Privileg, diese Möglichkeiten zu besitzen. Das muss man sich immer vor Augen fuhren. Am Ende sprach mir Diallo noch Mut zu: „Du bist stark! Du hast es bis hierher geschafft! Ich bin mir sicher, dass du es bis Südafrika schaffen wirst, halt mich auf dem Laufenden!“

Danke, Diallo!!

Erleichtert machte ich mich auf den Weg in Richtung Hafen, einmal durch den zentralen Markt von Bissau. Die Lage am Hafen war etwas unübersichtlich, aber mit Hilfe von Durchfragen fand ich den Ort, wo die Pirogue nach Bubaque ablegen sollte. Für das Ticket zahlte ich 4.500 CFA (2.500 für das Ticket plus 2.000 für das Fahrrad). Es war 10:45 Uhr, und auf Nachfrage teilte man mir mit, dass die Abfahrt wohl bereits um 11:15 Uhr sei.

Ich rief sofort Jannick und Lucas an, die noch fünf Kilometer entfernt waren. Derweil machte ich mich auf den Weg zu dem Holzboot, wo fleißig eingeladen wurde.

Die beiden gaben Vollgas und waren schließlich um Viertel nach 11 am Treffpunkt, letztlich war es jedoch ein Fehlalarm. Das Einladen dauerte doch länger. Zementsäcke, Holzbretter, Tonnen an Wasser und andere Güter wurden an Bord gebracht, um die Versorgung der Insel zu gewährleisten.

Schließlich wurden auch unsere Fahrräder eingeladen, bzw mit vollem Gepäck aufs Dach der Pirogue geladen und anschließend per Spanngurt fixiert – etwas abenteuerlich mutete das schon an, aber wir vertrauten mal…

So sah das dann aus…

Sogar erst etwas nach 12 Uhr setzte sich das Boot schließlich in Bewegung, nachdem wir bei den Verkäufern am Steg noch regionalen Kuchen (erlaubt 😉), Jus de Bissap, Bananen sowie jede Menge Wasser erworben haben. Vier Stunden Bootsfahrt zu der Insel standen an. Wir saßen die ganze Zeit auf den Holzbänken des Bootes oder schliefen auf der kleinen Liegefläche am Rand.

Bereit für die Abfahrt.

Insgesamt natürlich eine kleine Geduldsprobe, da vier Stunden am Ende gar nicht reichen sollten, es waren eher viereinhalb bis fünf. Ein Glück war zudem, dass niemand von uns eine größere Sitzung erledigen musste, eine Toilette gab es nämlich nicht. Pinkeln ging zur Not vom Rand des Bootes in den Ozean…was muss, das muss…

Bei Harndrang hieß es Gleichgewicht halten am Rand…
So manch einer gönnte sich ne Mütze Schlaf.

Zu fortgeschrittener Tageszeit kamen wir also im Hafen von Bubaque an. Nachdem kleine Kinder unsere tonnenschweren Fahrräder vom Boot hievten (natürlich gab’s ein kleines Trinkgeld), waren wir am Ziel und freuten uns auf einen kleinen Kurzurlaub auf der laut Beschreibungen wahrhaft paradiesischen Insel. Langweilig sollte es jedoch keineswegs werden…

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