Bo – langsam und mit dem Primus der unbedingten Rücksichtnahme auf Jannick rollten wir wieder los, verließen Bo auf dem komfortablen Asphalt-Highway südwärts und näherten uns der liberischen Grenze.

Auch wenn ich bergauf sicherlich schneller treten konnte und auch wollte, reihte ich mich eisern hinter Jannick ein – du bestimmst das Tempo! Und trotz langsamer Pace – Ausdauer schien er wahrhaft wieder zu haben. Wir kamen nachmittags auf bestem Asphalt und trotz so manchem Höhenmeter auf der Strecke gut voran.

Brav hinter Jannick.

Knapp 150 Kilometer waren es bis zur Grenze nach Liberia. Im nächsten größeren Ort Koribondo haben wir dann nachmittags die ersten 30 davon weggemacht. Hier wurden Snacks und Wasser noch einmal voll gemacht, ehe es in allgemein idyllischer Landschaft weiterging.

Idyllisch und komfortabel.

Dass es wiederum auch wieder mehr in die Pampa ging, merkte man aber auch am schlechter werdenden Internetempfang. So legten wir an einem Sendemast auf dem Weg noch einmal eine größere Pause ein, ehe das Motto für die eineinhalb bis zwei Stunden bis Sonnenuntergang nur noch lauten konnte: Kilometer machen! Auch Jannick ging trotz seines wohl noch angeschlagenen Zustandes förmlich aus sich raus und pedalierte fleißig auf dem auch besten Asphalt mit Seitenstreifen.

Es war bereits nach halb 7, als wir das nette Örtchen „Gbongay“ erreichten. Wenige 100 Meter vor dem Ortseinangsschild spotteten wir einen Fußballplatz an einer Schule als perfekten, potenziellen Schlafplatz für die Nacht. Wir fuhren also kurz in das Dorf weiter und fragten dort nach Erlaubnis bei den Einheimischen. Diese leiteten uns dann alsbald zum Chef du Village, welchem wir uns vorstellten, inklusive unserer Tour sowie dem Ziel usw.

Eine passende Kombination 😉

Der Chef du village war begeistert und erlaubte uns ohne Probleme, an dem Ort zu schlafen. Er begleitete uns noch im letzten Dämmerungslicht zu dem Fußballplatz und wir machten noch ein gemeinsames Foto. Doch damit noch nicht genug: Er musste zwar am nächsten Tag arbeiten, doch vorher wollte er uns in der Früh noch einladen zum Kassava-Frühstück. Wir einigten uns auf 8 Uhr, wann er mit dem Essen vorbeikommt.

Abendliches Selfie.

Wiedermal so eine Überraschung aus dem absoluten Nichts, die einen durchaus sprachlos zurückließ ob der Gastfreundschaft der Leute in Sierra Leone.

Ein ebener Zeltplatz: Mehr brauchen drei Radreisende nicht.

Der restliche Abend verlief sehr unspektakulär, bei Jannick kam nun doch die große Müdigkeit, sodass er ziemlich schnell schlief. Wer will es ihm verdenken mit der Vorgeschichte einer Malaria…

Dem fantastischen und füllenden Reisgericht zum Frühstück konnte der Chef du Village dann auch nur kurz beiwohnen, ehe er sich zur Arbeit verabschiedete. Wir genossen das Frühstück und packten langsam unsere Sachen.

Aufbruchstimmung.

Einzig Jannick machte an diesem Morgen auf einmal wieder einen sehr müden Eindruck, sein Gesichtsausdruck war mit dem Wort „reserviert“ sehr gut zu beschreiben.

Da ist jemand auf jeden Fall noch nicht bei 100 Prozent…

Schauen wir mal, ob wir heute die 80 Kilometer schaffen, die uns noch von Liberia trennen – nach einer letzten Erfrischung am Brunnen von der Schule, es war schon wieder ausgesprochen schwülheiß.

Kurze Erfrischung am Brunnen. Jannick mit reservierten Gesichtsausdruck.

Als wir aufbrachen, kam dann überraschenderweise noch einmal der Chef du Village mit seinem Motorroller vorbei für ein letztes Abschiedsfoto sowie den Austausch von Telefonnummern, bevor wir loslegten. Ziel: Grenze zu Liberia!

Ein letztes Selfie.

Trotz Asphalt war der Weg sehr ungünstig für einen Malariaerkrankten, dessen Körper sich wohl doch noch im Recovery-Modus befindet: Es ging hoch und runter, immer im welligen Gelände dahin. 

Schönes, aber welliges Gelände.

Im nächsten größeren Ort Potorou machten wir unsere obligatorische Wasserauffüllpause in Form von dem Kauf eines großen Packs voller Plastiksäcke für uns, die anschließend auf unsere Flaschen umgefüllt wurden.

Anschließend ging’s weiter in Richtung Mao-River, welcher nach ca. 30 Kilometern erreicht war. Hier legte ich aufgrund der Hitze einen kleinen Sprung in den Fluss hin, ehe auf der anderen Flussseite noch ein Pausenplatz sowie Ananas für wenige Cent ausfindig gemacht wurden.

Kurze Erfriachung.

Dann ging es langsam weiter dahin, immer im welligen Gelände. Jannick schleppte sich gerade zu durch, wir mussten viele Pausen machen. Am frühen Nachmittag wurde an einem Checkpoint 40 Kilometer vor der Grenze dann nochmal eine größere Pause eingelegt. Na, ob wir heute noch nach Liberia kommen?! Langsam wuchsen Zweifel…

Es ist schon angeschrieben…

Schleppend ging es weiter voran durch die herrliche, aber eben auch hügelige Landschaft. An vielen Anstiegen musste Jannick schieben, Lucas leistete ihm hierbei solidarisch Gesellschaft. Ich bin leider der Typ, der einen Hügel nicht hochschieben kann. Es muss getreten werden…

Es blieb hügelig.

Erst zum Abend hin blühte Jannick nochmal richtig auf, wurde schneller. Das bestätigte mich wieder einmal in der Theorie, dass er einfach das klassische Gegenteil eines Morgenmenschens ist.

Schließlich schafften wir wiederum gute 73 Kilometer, ehe wir ca. sieben Kilometer vor der Grenze mit einem Einheimischen Vater-Sohn-Gespann ins Gespräch kamen, die aktuell direkt neben der Straße eine Scheune bauten. Diese Möglichkeit ließen wir uns nicht entgehen und fragten nach dem Aufbau unserer Zelte, da es dunkel wurde.

Ohne Probleme bauten wir unser Lager direkt am Straßenrand neben der Scheune auf. Die Fahrräder konnten wir in selbiger verstauen. Doch damit noch nicht genug: Die Herren stellten uns auch noch Snacks sowie Reis als Abendessen zur Verfügung. Auch eine Eimerdusche zum Frischmachen war möglich.

Die Straße war sehr wenig befahren, sodass es sich um einen erstaunlich ruhigen Schlafplatz handelte. Jannick war aufgrund seiner Verfassung schon früh am Schlafen, während Lucas und ich mit den beiden Einheimischen noch lange Zeit bei Musik an der Straße saßen und den störlichtfreien, beeindruckenden Sternenhimmel bewunderten.

Der Sohn war Fußballer in Liberia, direkt hinter der Grenze, wie so viele hier. Da Lucas‘ Interesse an dem Sport immer noch nicht exorbitant angestiegen ist, durfte ich mich wieder mit dem Kollegen ein wenig austauschen (er ist natürlich Real-Madrid-Fan).

Frühzeitig gingen wir dann jedoch auch schlafen, da morgen ein ereignisreicher Tag wartete: Zuerst die Grenzüberquerung mit allem was dazugehört, dann zehn Kilometer Asphalt fahren, ehe 20 Kilometer Gravelpiste auf uns warteten, um zu einer Pirogue zu kommen. Diese Pirogue sollte uns dann über einen Fluss, der rechterhand ins Meer und linkerhand in den Lake Piso mündet, in das halbinselartig gelegene Robertsport bringen – unser erstes Ziel in Liberia.

Nach dem Aufwachen in der Früh gab es noch einen würdigen Abschluss der sierra leonischen Gastfreundschaft, indem das Vater-Sohn-Gespann uns zum Frühstück noch einmal eine ordentliche Portion Reis machte.

Früher Morgen: Sieht idyllisch aus…
…aber die Straße war direkt daneben.

Hochmotiviert zogen wir also nach der Nacht neben der Straße los und machten schnell die letzten Kilometer bis zur Grenze weg – nicht, ohne dabei natürlich wie immer lebenswichtiges Wasser nachzufüllen.

Nach Überquerung des Mano-River gab es einen unkomplizierten Reisepass-Check mit Erhalt des Einreisestempels, ehe im ersten Dorf hinter dem Übergang nochmal ein Immigrationscheck stattfand.

Willkommen!

Dann musste in dem Dorf auch gleich die nächste Baustelle angegangen werden: Geldwechsel und Internet! Der universelle Wechselkurs war hier 10:80 (10 Leones für 80 liberische Dollar, 200 liberische Dollar entsprechen in etwa einem Euro). Der Kurs entsprach zwar acht Prozent Verlust, wurde jedoch überall hier angeboten.

Liberisches Geld.

Wie sagt man? A bisserl Schwund is immer! Ich nahm meine übrig gebliebenen Leones in die Hand und wechselte diese. Mit 13.500 liberischen Dollar sollte ich doch locker bis Monrovia kommen, wo es dann die ersten ATMs gab.

Auch die anderen beiden akzeptierten schließlich den Kurs und wechselten ihr Geld, irgendwie müssen auch sie ja flüssig bleiben bis zur Hauptstadt…

Zu einem Preis von umgerechnet etwas über einem Euro pro Gigabyte wurden dann auch SIM-Karten verkauft. Da ich gleich online sein wollte, holte ich mir eine der Second-Hand-SIM-Karten an der Grenze, während die anderen beiden lieber in den nächsten offiziellen Orange-Shop gehen wollten. Leider musste ich etwas tiefer in die Tasche greifen, da der Verkäufer an der Grenze nur die Option von 13 Gigabyte für sieben Tage zur Verfügung hatte. Aber immerhin muss ich mir so erst einmal keine Gedanken um Internet machen…

Nachdem alles erledigt war, rollten wir also über erst einmal noch feinstem Asphalt los auf den ersten Kilometern in Liberia. Gefühlt roch die Landschaft gleich noch etwas mehr nach Regenwald. Auch kann man es kaum erklären, aber die ebenso waren die Leute wieder irgendwie anders, als sie am Straßenrand grüßten.

Bis zur Ortschaft Tiene genossen wir feinsten Asphalt, ehe die Rechtsabbiegung auf den Graveltrail in Richtung des Bootes nach Robertsport wartete. Vorher holten wir uns an einem Verkaufsstand in dem Ort wiedermal Ananas und etwas Gebäck, um eine kurze Pause einzulegen.

Diese war dann auch bitter nötig, denn die kommenden 20 Kilometer hatten es in sich, zumindest haben wir sie doch stark unterschätzt. Zuerst verlangten steile Auf- und Abstiege in dem sandigen Schotter den kompletten Radfahrer. Vorweg: Hätten wir gewusst, was uns im weiteren Verlauf von Liberia noch erwartet, hätten wir diesen Weg lachend akzeptiert und weggestrampelt, aber dazu mehr in einem der nächsten Blogs…

Sieht halb so wild aus, war aber verdammt steil…

Jannick musste immer wieder schieben und hatte insgesamt auf der fordernden Strecke konditionell einen kompletten Einbruch. Eine Pause nach der anderen war Pflicht. Mühsam ernährte sich das Eichhörnchen und Kilometer für Kilometer kämpften wir uns voran.

Auf dem zweiten Teil der Strecke wurde es zwar flacher, aber auch sandiger mit vereinzelten Schiebepassagen. Das Wetter war natürlich heiß, sodass ich an einem kleinen Flusslauf auch die Möglichkeit nutzte, um mich einmal zu erfrischen.

Erfrischung im Fluss Teil 2.

Jannick konnte im Sand fast nur noch schieben. Er meinte hinterher, dass er sich auch wieder leicht verwirrt fühlte und sein Gleichgewichtssinn komplett weg war, sodass es schwierig war, die fahrbare Linie durch den Sand zu halten. Meistens gab es trailartig nämlich eine winzige Spur, die man halten musste, um den Sand ohne Schieben zu passieren. So kam vermutlich ein Fußgänger schneller voran als wir.

Fünf Kilometer vor dem Boot machten wir noch einmal Pause, wo sich Jannick einmal langgestreckt auf den Boden legte: Er konnte einfach nicht mehr! „Come on! Fünf Kilometer sind doch lachhaft, das packst du jetzt auch noch irgendwie!“, versuchte ich etwas zu pushen.

Nach einigen Minuten raffte sich Jannick noch einmal auf und tatsächlich wurde die Strecke nun wieder etwas besser fahrbar, sodass wir nach über vier Stunden für die 20 Kilometer und zur fortgeschrittenen Tageszeit von nach 17 Uhr schließlich das Flussufer erreichten.

Hier hieß es dann erst einmal verhandeln, denn wir lernten bereits aus Erfahrungsberichten in iOverlander, dass man für die Überfahrt 10 Euro pro Person bezahlen soll, aber normalerweise muss man für die Hälfte rüberkommen. So blieben wir auch stur und akzeptierten eben jenes erstes Angebot erst einmal nicht. Am Ende konnten wir uns auf 6 Euro pro Person einigen.

Der Einstieg in das Boot war Außerdem etwas tricky, denn es ging eine steile Böschung runter zum Ufer. Die Taschen mussten abgemacht werden und alle vorne in die Pirogue gestapelt werden, ehe wir um 17:30 Uhr schließlich mit zwei Ruderern am Weg waren, vorbei an idyllischen Mangrovenwäldern Richtung Robertsport.

Eine logististische Herausforderung.

Hier sollen zur Regenzeit sogar Krokodile unterwegs sein, wenn der Süßwassergehalt von dem Fluss höher ist. In der Trockenzeit mischt sich der Fluss immer mehr mit dem Meer, sodass die Krokodile eher flussaufwärts flüchten.

Trotz der schönen Landschaft und der entspannten Ruderer, die eisern gegen die Strömung der Flut ruderten, zog sich die Fahrt. Erst zwei Stunden später kamen wir um 19:30 Uhr im letzten Dämmerungslicht in Robertsport an, es war quasi dunkel.

Eisern paddeln die Herren gegen die Strömung.
Drei Herren auf Bootsfahrt im letzten Abendlicht.

Leider hat sich der Host unseres gebuchten Airbnbs bis zuletzt nicht gemeldet, sodass wir dem Standort aus der Buchung vertrauen mussten. Immerhin mussten wir hierhin in der Dunkelheit nur 200 Meter schieben – und standen anschließend im Nichts. Hier war niemand. Wir fragten einen vorbeilaufenden Einheimischen nach dem Namen des Gastgebers. Er kannte ihn tatsächlich und schickte uns zu einer Location am Strand 300 Meter weiter.

Jetzt klärte sich einiges auf: Der „Gastgeber“ lebt wohl längst nicht mehr dort und hat lediglich ein paar Angestellte, die sich um eventuelle Gäste kümmern sollen. Die Wohnung liegt zwar direkt am Strand, entspricht aber letztendlich einem verlassenen Haus. Es gab zwei Zimmer mit Matratzen zum Schlafen und eine kleine Sofaecke – das war’s! Internet? Küche? Alles Fehlanzeige, was in der Anzeige beschrieben wurde. Nicht mal Strom oder fließend Wasser gab es für eventuelle Toilettengänge.

Herrenlose Bruchbude: Eine negative Überraschung zu später Stunde.

Uns war klar, dass wir dort nicht bleiben wollen und wir legten Beschwerde bei Airbnb ein. Leider ist Robertsport doch noch nicht allzu touristisch und es gab nur wenige Alternativen. Besser gesagt eine, welche jedoch ausgebucht war. Zudem war es einfach schwierig, beim Airbnb-Support zu so später Stunde noch jemanden zu erreichen.

Nach etwas Diskussion beschlossen wir schließlich, diese Unterkunft einfach für die eine Nacht zu akzeptieren, auch wegen der späten Zeit – was bleibt uns denn jetzt anderes übrig? Jedoch nahmen wir die gebuchten zwei Nächte nicht in Anspruch, sondern wollten am nächsten Tag dann gleich weiterfahren in Richtung Monrovia, der Hauptstadt von Liberia.

Es war schade drum, weil Robertsport wohl so etwas wie ein Geheimtipp ist und von vielen Seiten empfohlen wird. Aber unter den Umständen konnten wir eben nicht dort bleiben…

Jannick legte sich aufgrund seiner Müdigkeit direkt schlafen in einem der beiden Matratzenzimmer, während Lucas und ich noch etwas länger wach blieben. Auch, weil in dem Zimmer so die Warmluft stand, dass an Einschlafen einfach nicht zu denken war…

Da wir immerhin direkt am Strand waren, fassten wir beide eine gute Lösung: Einfach einmal schnell um 23 Uhr abends ins Meer eintauchen. Das sollte dann noch zu einem echten Highlight werden, weil Algen bei jedem Schritt den Boden leuchten ließen. So macht es auf jeden Fall Spaß, sich durchspülen zu lassen.

Badespaß zu später Stunde.

Bei Rückkehr salzten und sandeten wir zwar die Matratze ein, aber so konnten wir immerhin einschlafen – und durchschlafen! Am nächsten Morgen konnten wir dann das Airbnb endlich bei Tageslicht bewundern – wahrhaft eine verlassene Bruchbude mit einem nicht erreichbaren Host. Nur die Lage war eben schön, sodass wir noch einmal im Meer schwimmen gingen in der Früh und dann schnell unser Zeug packten und weiterfuhren in Richtung des 115 Kilometer entfernten Monrovia.

Eigentlich ein schöner Ort zum Entspannen…

Zuallererst wollten Jannick und Lucas nach dem obligatorischen Einkauf von Wasser noch eine SIM-Karte bei dem Orange-Shop in Robertsport holen, jedoch war der einzige Mitarbeiter in Mittagspause. Wir bekamen die Auskunft, dass er so in einer Stunde wieder da ist. Gut, danke – wir fahren weiter!

Der Weiterweg in Richtung der Hauptstadt war immerhin denkbar einfach, immer am Lake Piso entlang musste man 42 Kilometer, also genau einen Marathon lang, einer Gravelpiste folgen. Abgesehen von ein paar Hügeln zu Beginn war diese jedoch sehr flach und damit angenehm zu fahren. Die grüne Kulisse links und rechts der Straße zeigte, dass man dem Regenwald langsam aber sicher deutlich näher kommt.

Weiter ging’s wiedermal wieder über Gravel.
Grün.

Auf halber Strecke waren dann auch ein paar Zugangspunkte zum Ufer des Lake Piso sichtbar. Er ist das größte Süßwassergewässer in Liberia und auch bei Robertsport mit dem Atlantik verbunden. Es handelt sich also auch hier um eine Mischung aus Salz- und Süßwasser. Aufgrund der vorherrschenden Trockenzeit war der Salzwasseranteil zu unserem Zeitpunkt höher. Zudem ist er bekannt für seine vielfältige Flora und Fauna, unter anderem Meeresschildkröten, Einsiedlerkrebse oder auch Liberia-Mangusten. Vorweg: Bei unserer kurzen Badesession kamen wir mit keinem dieser Tiere in Berührung 😉

Erfrischung am Lake Piso.

Nach dieser herrlichen Mittagspause machten wir uns auf zum finalen Part in Richtung der Asphaltstraße nach Monrovia. Jannick schien langsam die Post-Malaria-Müdigkeit überwunden zu haben und war wieder deutlich fitter unterwegs.

Es zog sich, aber schließlich hatten wir nachmittags wieder Asphalt unter den Rädern und stärkten uns noch einmal an einem Verkaufsstand mit Softdrinks und Ananas für den Abendsnack. Inklusive einer kurzen Restaurantpause machte man noch einige Kilometer weg in der leicht hügeligen Landschaft. Nach 70 Kilometern fanden wir schließlich einen Schlafplatz in Form einer sich im Bau befindlichen Tankstelle in einem kleinen Ort etwa 45 Kilometer vor Monrovia.

Asphalt in Sicht!
Zusammen auf dem Weg Richtung Monrovia.

Das Essen ist hier übrigens nicht wirklich teurer als in Sierra Leone. Für eine große Portion Spaghetti musste man umgerechnet ca. 70 Cent zahlen. Eine große Ananas schlug mit einem Euro zu Buche.

Ein paar netten Herren an der Tankstelle stellten für uns die Security und gaben uns einen Eimer voller Wasser, damit wir die Toilette in dem kleinen Häuschen der sich im Bau befindlichen Tankstelle spülen konnten – man freut sich eben über die kleinen Dinge!

Die drei von der Tankstelle im Morgengrauen.

Früh legten wir uns schlafen, voller Vorfreude auf die Hauptstadt von Liberia, die wir am nächsten Tag erreichen sollten…

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