Der erste volle Tag im Dschungel: Früh wachte ich auf und machte mir ein Frühstück, das mich die nächste Zeit begleiten wird: Haferflocken mit Erdnussbutter und Honig. Nichts für Feinschmecker, stopft aber immerhin gut für lange Etappen. Freilich unter neugieriger Beobachtung von den Kindern.

Bald wachten auch Lucas und Jannick auf und nach dem Zusammenpacken sowie dem Pflücken von 1-2 Mangos vom Baum nebenan waren wir startklar 😉

Der Weg ging direkt über Buckelpiste dahin, garniert mit ekligen, steilen Gravelhügeln. Am Funkmast wurde dann kurz Halt gemacht – der einzige Ort, wo man Empfang hatte 😉

Bald kam jedoch ein Ort, wo wir uns zumindest wieder mit reichlich Wasser (jeder ca. fünf Liter) sowie Süß-Snacks eindecken konnten. Für eine Mittagspause gab’s Ananas.
Nach einem ersten Dschungel-Checkpoint, wo der Reisepass kurz gecheckt wurde, legten wir an einem schattigen Pavillon jene Ananas-Mittagspause ein.
Mit frischer Energie und frischen Vitaminen ging’s in der prallen Tropensonne weiterhin über steile Hügel durch einzelne Dörfer dahin, wo jedoch kaum Lebensmittel verkauft wurden.

Es folgten einige Kilometer durchs Niemandsland, ehe nach ca. 45 Kilometern ein kleines Dorf kam, wo man zumindest das Wasser wieder auffüllen konnte. Hier war es bereits später Nachmittag: Man kommt in diesem Gelände einfach extrem langsam voran.
Wir strampelten weiter und nach kurzer Zeit kam bereits der nächste Ort mit Polizei-Checkpoint. Hier wollten die Beamten aber nicht unsere Reisepässe kontrollieren, sondern suchten begeistert das Gespräch mit uns aufgrund unserer vollbepackten Fahrräder und wollten am Ende sogar noch ein gemeinsames Foto mit uns. Dass Polizisten einen nach einem gemeinsamen Foto fragen, habe ich auch noch nicht so oft erlebt. Ein netter Randaspekt hierzu ist, dass wir aufgrund der schwülen Hitze uns ausnahmslos unserer Oberteile entledigt haben und somit oberkörperfrei mit den Beamten posieren.

Schließlich zogen wir aber doch noch weiter, ein bisschen Strecke sollte doch noch gemacht werden. Die Hügel wurden wieder steiler, die tropische Landschaft war im Abendlicht jedoch schlicht atemberaubend schön. So manchen Hügel konnten wir noch „killen“ und ließen auch noch ein kleines Dorf links liegen – da wird doch wohl bald wieder eins kommen…



Das stellte sich aber leider als Irrglaube heraus, war jedoch nicht schlimm: Wir fanden in Form eines ehemaligen Baustellenplatzes neben der Straße eine ruhige Fläche im Nirgendwo des Dschungels.

Beim Auspacken meiner Taschen kam bald jedoch eine unschöne Überraschung zum Vorschein. Eines der vielen Plastikwasser in meiner Tasche ist wohl aufgegangen und ausgelaufen – direkt über meine sich in einer Drybag befindlichen Elektronik. Da die Drybag ihrem Namen kaum gerecht wurde und daher bald aussortiert wird, schwammen alle Powerbanks und Ladekabel. Ein Laden des Telefons war so natürlich auch nicht möglich, es kam die Warnung von Feuchtigkeit im USB-Port.
So hing ich die Kabel zum Trocknen über Nacht in mein Zelt, in der Hoffnung, dass sich das Telefon am nächsten Morgen laden lässt. Bei der hohen Luftfeuchtigkeit hier funktioniert das aber nicht wirklich ohne Sonne. Am nächsten Morgen war es leider bewölkt, sodass ich ungeduldig wurde und es probierte.
Dank vorhandener Feuchtigkeit wollte mein Handy zwar Strom ziehen, jedoch wurde nur der USB-Port heiß und beim Ausstecken des Ladekabels dampfte dieses sogar und der USB-C-Anschluss sah wie angekokelt aus. Und nun? Ohne Handy bis zur nächsten größeren Stadt? Bis Abidjan? Ein Blick in meinen USB-Port zeigt ebenfalls angekokelte Kontakte. Leichte Panik machte sich in mir breit – das Handy ist einer meiner wichtigsten Gegenstände hier! Auf unbestimmte Zeit ohne auskommen?! Undenkbar!
Als die Morgensonne rauskam, legte ich die Kabel noch einmal zum Trocknen in die Sonne. Doch auch danach ließ sich das Handy nicht laden aufgrund der beschädigten Kontakte im USB-Port – ehe ich das Ladekabel probierte, mit welchem das Kokel-Malheur passierte: Das abgeschmorte Stück Kontakt steckte nämlich in dem Anschluss des Kabels. Als ich dieses dann nochmal einsteckte, ließ es sich wie nach Schlüssel-Schloss-Prinzip tatsächlich laden. Puhh! Durchatmen! Hab ich ein Glück! Jetzt hab ich zwar nur noch ein mögliches Ladekabel, aber dieses wird ab sofort Mitsamthandschuhen angefasst und an einem sicheren Ort verwahrt! Mein Lebensretter!
Nachdem ich meinem Handy dann noch ein paar Prozente gab, kamen wir doch erst sehr spät los am späten Vormittag. Ein Dorf war erst nach zehn Kilometern in Sicht, bis dahin führte die Piste weiter über steile Hügel dahin. Nach Ankunft in dem Dschungeldorf versorgten wir uns wiederum mit Wasser und Snacks. Mein Wasser wurde nun nur noch in den Außentaschen verwahrt. Auf dass so etwas nicht noch einmal vorkommt…

Das nächste Dorf für eine Mittagspause kam wiederum in zehn Kilometern. Diese zehn Kilometer sollten es nun jedoch wirklich in sich haben: Der Weg führte stellenweise trailartig und stark zerklüftet über extrem steile Hügel. Oftmals gab es eine fahrbare Linie bergauf. Man musste also nicht nur ordentlich Schmalz in den Beinen beweisen, sondern auch eine gute, ausbalancierte Fahrtechnik auf den katastrophalen Untergrund bringen, um diese Hügel ohne Schieben zu bezwingen.

Ich machte mir eine Challenge draus und kam vorerst ohne Schieben durch. Jedoch kam bald noch eine weitere Komponente: Schlammlöcher. Bei zwei sah ich schließlich keinen Ausweg mehr und schob einmal mitten durch die Schlammpfütze – Kette und Antrieb freuen sich enorm!

Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, doch am späten Mittag war das Dorf erreicht – lächerliche 20 Kilometer standen auf dem Tacho. Hier gab’s nun erstmal Mittagspause. Die Auswahl war soweit im Dschungel jedoch natürlich begrenzt. Man konnte mir lediglich gestampfte Kartoffeln mit Fisch und extrem scharfer Soße anbieten. Ich konnte es aufessen, bis aber ehrlicherweise lebendig gestorben dabei 😵

Die Pause konnte ich zudem nutzen, im Fluss nebenan meine Schuhe wieder grob zu reinigen. Hier konnte ich bereits unser nächstes Problem bestaunen: Eine eingestürzte Brücke über den Fluss, hier ist kein Durchkommen.

Abhilfe schuf eine Pirogue über den Fluss, wo man mühselig alle Taschen abnehmen musste und die Räder neben zahlreichen Motorrollen irgendwie auf das Boot quetschen musste. Die vielleicht fünfminütige Fahrt über den Fluss war zudem mit umgerechnet fünf Euro wahrhaft überteuert.


Letztendlich half es aber nichts – nach mühseligem Wiederaufbau der Fahrräder ging’s weiter. Zu unserer Überraschung wurde die Piste dann jedoch deutlich besser: Angenehmer, ebener Gravel und weniger steile Hügel. Gleich kam man viel besser und schneller voran, die Landschaft zog dahin und wir durchquerten Dorf um Dorf.

Am frühen Abend bremste uns lediglich noch ein weiterer Checkpoint aus. Nach kurzem Smalltalk mit den Beamten ging’s weiter. Bald haben wir die 50 Kilometer doch noch geknackt, kaum erwartbar bei unserer Mittagspause. Wir fuhren weiter, bis wir nach 55 Kilometern im letzten Tageslicht in der Ortschaft Dehore II standen. Hier fragten wir wiederum nach Zeltaufbau.
Man führte uns an den Fußballplatz des Ortes, ein schöner Platz zum Übernachten. Freilich waren wir dort nicht lange alleine. Bald war das halbe Dorf da, das uns beim Zeltaufbau umringte und ausfragte über unsere Reise. Wie bereits im vorherigen Blog erwähnt: Weiße auf dem Fahrrad hier irgendwo im Dschungel sind natürlich für die Bewohner eine absolute Rarität und somit auch ein Highlight. Locker 30 Personen scharten sich um uns. Bald sahen wir uns leider gezwungen, doch etwas Privatsphäre einzufordern. Die Bewohner hörten immerhin darauf und ließen uns in Ruhe.
Dennoch waren sie hilfsbereit wie eh und je: Wir bekamen einen Eimer warmes Wasser, um uns frisch zu machen. Anschließend brachte man uns sogar noch eine Mahlzeit an den Zeltplatz. Wir genossen danach auch eine ruhige, störungsfreie Nacht.
Am nächsten Morgen war natürlich ich als erstes wach und verließ mein Zelt, um mir Frühstück zu machen. Ca. fünf Minuten später trudelten die ersten Dorfbewohner ein, um mir dabei zuzuschauen. Weitere folgten zugleich und nach kurzer Zeit waren unsere Zelte wieder von knapp 15 Personen umringt, die mir stoisch dabei zusahen, wie ich mir meine Haferflocken zubereitete und dann aß. Die anderen beiden schliefen, umringt von Zuschauern. Ich ignorierte die interessierte Audienz und machte einfach mein Ding.
Bald wachten auch die anderen beiden auf und sahen sich beim Blick aus dem Zelt den Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt. Insbesondere Jannick wirkte alles andere als begeistert, als er aus dem Zelt kam. Nach wenigen Minuten forderte er dann seine Privatsphäre ein und bat die Dorfbewohner, doch bitte diese zu respektieren.

Eins muss man denen jedoch zu Gute halten: Sie hörten wiederum sofort und machten sich aus dem Staub. So konnte Jannick neben einem Frühstück ohne Zuschauer sich auch entspannt seinem Fahrrad widmen. Bevor wir loskamen, musste dieses nämlich repariert werden. Am Vorabend gab nämlich seine Hinterradschaltung just ein paar hundert Meter vor Ankunft in dem Dorf den Geist auf: Kein Widerstand mehr, kein Schalten möglich.
Mit Hilfe seines Vaters, beruflicher Fahrradmechaniker, versuchte er das Problem zu lösen, kontrollierte Schaltzug und andere mögliche Ursachen.
Da Lucas und ich nicht wussten, wie lange das dauert, machten wir noch einen kurzen Spaziergang in den Wald neben dem Fußballplatz. Dieser Spaziergang war fast magisch: Ein paar hundert Meter über den schmalen Pfad hinein in den Wald, und man befindet sich quasi in einer anderen Welt mitten im Regenwald. Zudem spendeten die Bäume wertvollen Schatten, sodass es sich gut aushalten ließ.

Nach einer halben Stunde Naturgenuss schrieb Jannick schließlich, dass er fertig sei und wo wir bleiben. So machten wir uns geschwind auf den Rückweg und schließlich an den Start der Tour. Jannick probierte alles, aber das Resultat war, dass wohl der Schalthebel kaputt gegangen ist. Man konnte am hinteren Ritzel nun lediglich einen Gang manuell über die Kettenspannung und das Drahtseil zur Fixierung einstellen und dann während der Fahrt nur vorne schalten. Bei seiner 9×3-Schaltung musste Jannick nun also mit drei statt 27 Gängen vorlieb nehmen – und das ausgerechnet bei dem anspruchsvollen, hügeligen Gelände…
Na ja, ändern konnte man es eh nicht. Wir verabschiedeten uns also von Dorfbewohnern und strampelten los. Die Gravelstraße blieb erstmal gut, lediglich vereinzelte steile Hügel bildeten ein Hindernis. Jannick hatte auf seinem Hinterrad den 5. Gang eingestellt – eventuell etwas zu hoch bei dem Gelände. Das Schieben wurde bald zur Normalität, was natürlich auch einiges an Zeit kostete.

Das Wetter blieb tropisch, sodass ich mich relativ schnell meines nassgeschwitzten Hemdes entledigte. Das war jedoch keine gute Idee, denn bald erreichten wir einen Checkpoint und die Beamten warfen mir einige deutliche Worte an den Kopf, wie ich es denn wagen könnte, mit nacktem Oberkörper unter ihrer Nationalflagge zu stehen. Selbst, als ich mein Hemd unzugeknöpft überstreifte, waren sie alles andere als begeistert…
Der Reisepasscheck lief jedoch unspektakulär. Als die Beamten noch nach Geld fragten, akzeptierten sie unser deutliches, aber bestimmtes „Nein“.
Praktischerweise gab’s direkt hinter dem Checkpoint Streetfood, natürlich Reis mit Soße und wiederum sehr scharf. Wir machten Mittagspause und wollten anschließend weiterfahren. Jedoch entdeckten wir durch Zufall bei der Weiterfahrt durch den kleinen Dschungelort ein Café. Kaffee hier irgendwo im Dschungel! Dazu gab’s sogar besten Internetempfang nach viel Offline-Zeit! Wir kehrten ein und verbrachten mehr als eine Stunde mit Kaffeetrinken und Surfen im Internet – es fühlte sich wie Luxus an!

So war es bereits früher Nachmittag, als wir weiterfuhren, die Hügel wurden wieder steiler und die Schieberei häufiger. Hinzu kam schließlich ein Gewitter, das aufzog. Wir bekamen letztlich am Rande der Zelle zwar nur einen leichten Regenschauer ab, das reichte jedoch, dass unsere Taschen komplett durchnässt waren. Zudem war der Untergrund leicht sandig. Aufgeweicht durch den Regen, fraß sich dieser mal wieder in jede Ritze des Fahrrades und machte dieses mal wieder akut reinigungsbedürftig.


Endgültig frustriert war ich, als am späten Nachmittag nochmals ein Polizeicheckpoint kam. Hier wurde nicht nur kurz unser Reisepass kontrolliert. Nein – alle Daten wurden in eine Datentabelle übertragen von dem Polizisten. Für das Ausfüllen von drei Zeilen für drei Personen (Lucas, Jannick und mich) brauchte er 40 Minuten – wertvolle Zeit, die wir eigentlich noch fahren wollten.
Etwas frustriert beschlossen wir, dass es nun eh keinen Sinn mehr hat und aßen noch verfrüht zu Abend in einem kleinen Restaurant im anschließenden Dorf. Natürlich gab’s Omelette-Sandwich – neben Reis der zweite große Klassiker hier.
Bereits abends wollten wir dann wenigstens noch ein paar Kilometer rausfahren. Schnell merkten wir jedoch, dass es auf der vom Starkregen aufgeweichten, sandigen Piste wenig Sinn macht. Lediglich das Fahrrad musste unter dem eindrigenden Sand leiden.
So suchten wir nur einen guten Ort, um nach Zeltaufbau zu fragen. Wiederum in einer kleinen Siedlung wurde uns dies ermöglicht. Wir verteilten uns ein wenig, Jannick baute sein Zelt direkt an der Straße auf, Lucas neben einem Baum dazwischen und ich etwas entfernt von der Straße, um Ruhe zu haben.
Das Problem war, dass von der Straße weg ein leichtes Gefälle herrschte. Bei Niederschlag floss das Wasser also ab in meine Richtung. Passenderweise zog nach Zeltaufbau und Einbruch der Dunkelheit eine heftige Gewitterfront auf. Der Wolkenbruch prasselte in ungeheurer Lautstärke auf das Zelt nieder. Es hörte gar nicht mehr auf und wurde immer stärker, begleitet von so manchem lichten Moment im Zelt aufgrund von Wetterleuchten. Ein paar Sekunden Abstand bis zum Donner gaben einem immerhin Beruhigung: Man war nicht direkt im Zentrum des Unwetters.
Dennoch lag man im Zelt und betete bei diesem Ausmaß an Starkregen, dass die mobile Behausung irgendwie dicht hielt. Ein Druck mit der Hand auf den Zeltboden zeigte, dass dieser bereits schwamm, bzw. unterspült war.
Erst nach fast zwei Stunden war der Spuk vorbei. Unter meiner Luftmatratze, wo sich das Wasser aufgrund meines Gewichts staute, kam etwas Feuchtigkeit durch, was jedoch normal ist. Ansonsten bleib man im Zelt gottseidank trocken – kein Absaufen 2.0 wie in Portugal. Übrigens der erste ernsthafte Regen seit damals – auch immerhin fünf Monate her.
Erleichtert genoss ich dann eine erholsame Nacht, ehe ich am nächsten Morgen direkt von einem Tausendfüßler am Zelt geweckt wurde. Na ja – eigentlich haben mich ganz in der Früh schon die krähenden Hähne geweckt…

Neben den Hähnen besiedelten Schweine das Dorf, die munter zwischen unseren Zelten umherspazierten – ist halt hier normal 😉
Aufgrund des gestrigen Tages fragte ich nach etwas Wasser, um mein Fahrrad vom gröbsten Dreck zu befreien. Ungefragt waren direkt einige Kinder zur Stelle und übernahmen die Reinigung. Gut – dann macht ihr das halt…Fazit: Sie hatten Spaß dran, machten es wirklich gut und wollten nicht mal Geld – was ein Service!

Weiters, so die Bewohner, ist wohl der Genuss von Schildkrötensuppe hier eine kulinarische Tradition. Ich möchte die Leser hier nicht verärgern. Auch ich hatte ein schlechtes Gewissen, letztlich wollte ich es aber doch ausprobieren und habe einen Teller Schildkröte gegessen…geschmacklich ist es durchaus mit Kalbfleisch zu vergleichen, so mein Eindruck. Anschließend zeigten die Bewohner uns die lebenden Schildkröten. Wenn man weiß, was mit diesen passiert, tat es einem nochmal mehr leid…aber natürlich ist mir bewusst, dass dieses Bedauern als Nicht-Vegetarier natürlich auch eine gewisse Doppelmoral hat.


Auch sonst waren die Gastgeber vom Dorf sehr freundlich, bereiteten uns sogar Kaffee zu. Nach dem netten Austausch machten wir uns am späten Vormittag auf, um ins knapp 30 Kilometer entfernte Greenville zu gelangen. Durch die kräftige Tropensonne waren sowohl Zelt, als auch Gravelstraße schnell getrocknet. Hierdurch war die Fahrt sehr angenehm, ohne größere Hügel. Insgesamt sogar fast nur bergab, da Greenville an der Küste lag.

Zudem lag auf der Strecke lediglich ein Polizeicheckpoint, der jedoch nicht mehr so lang dauerte. Unsere Absage auf die Frage nach Geld wurde wiederum sofort akzeptiert. In Greenville schließlich konnten wir unseren Augen kaum trauen: Asphalt!
Na ja…immerhin für wenige Kilometer durch den Ort. Wir entdeckten hier durch Zufall eine Aufladestation für elektronische Geräte. Keine schlechte Idee, beim Blick auf den weiteren Weg durch den Dschungel den Powerbanks noch etwas Saft zu geben.

Passenderweise gab’s nebendran ein Café und der Empfang war in diesem größeren Ort nun auch wieder besser. Zudem lief natürlich Fußball, sodass man zwei Stunden gut Pause machen konnte bei Café au lait und Omelette-Sandwich, ehe die Powerbanks mit ein paar Prozent mehr wieder eingesammelt wurden.
Ein Blick auf die Karte verriet: Gute 200 Kilometer sind wir seit Buchanan nun schon durch den Dschungel getourt. 300 Kilometer lagen noch vor uns bis zur Grenze zur Elfenbeinküste. Was wir jedoch nicht wussten vor der Weiterfahrt in Greenville: Dieser erste Part war nur das Aufwärmen, das Abenteuer „Dschungel“ hat nun erst so richtig begonnen…


Hinterlasse einen Kommentar