Auf dem Weg in die nächste größere Stadt Barclayville: Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir mal wieder auf einer Straße, die sogar in Google Maps als eine Hauptverkehrsader eingezeichnet war. Ja, jetzt wird alles besser! Das Schlimmste haben wir jetzt definitiv geschafft! Jetzt kann ja kaum mehr etwas schief gehen!
Unseres Weges folgend trafen wir bald auf eine Dame mit Motorroller, die wegen uns angehalten hatte. Sie erkundigte sich tief erstaunt über uns. Sie sah uns an, dass wir etwas müde und ausgelaugt sind. Wir erzählten ihr, dass wir von Mitteleuropa aus hierher mit dem Fahrrad gefahren sind und auf dem Weg für gewöhnlich im Zelt schlafen. „That’s so sad!“, war ihre leicht bedauernde Antwort hierauf. „We have not enough budget for always sleeping in a hotel with bed“, erklärten wir ihr. Sie zeigte sich noch betroffener als vorher und bot an, dass wir in Barclayville in einem Hotel übernachten können – sie würde uns einladen.
Langsam war es uns manchmal unangenehm, immer eingeladen zu werden. Als wir ehrlich drüber nachdachten, mussten wir uns aber eingestehen: Wir haben ein Hotel bitter nötig, nicht nur wegen Müdigkeit, sondern auch wegen der Möglichkeit einer Dusche sowie der Handwäsche einiger Kleider. So nahmen wir das Angebot dann doch dankend an. Wir sollten einfach schreiben, wenn wir in Barclayville sind, meinte die Dame und verabschiedete sich wieder in Richtung ihrer Arbeit.
Wir schauten auf die Karte: 40 Kilometer bis Barclayville, vielleicht schaffen wir das ja noch heute! Wir fassten es zumindest mal als Ziel ins Auge…
Allein: Der Schein der besseren Straße trügte nur für ein paar Kilometer. Dann kamen zunächst wieder steilere Hügel sowie ein stellenweise trailartige Piste zurück.

Alsbald meldete sich der Schlamm auch noch einmal brachial zurück. Insbesondere in den Senken zwischen zwei Hügeln floss das Regenwasser hinein und begünstigte wahre Schlammlöcher. Das machte es sehr unangenehm, da man auf den technischen Abfahrten eh schon bremsen musste und keinen Schwung mitnehmen konnte. Anschließend musste man einen Weg finden, um durch die Pfützen zu schieben, ehe direkt danach der steile Anstieg folgte. Im besten Fall hat man vorher noch vergessen, runterzuschalten, und durfte dann den Anstieg komplett hochschieben…

Die Aufstiege waren so steil, dass sie insbesondere Jannick beim Schieben einiges abverlangen. Seine Kraft schwand zunehmend und irgendwann kamen wir kaum noch voran vor lauter Ausgelaugtheit. Auch ich war ziemlich am Ende, weil der Matsch noch einmal zeigte, dass er auf diesem Weg unberechenbar war. Auf einem langen dieser Abschnitte fiel mein Fahrrad noch einmal beim Schieben in eine Pfütze und war mal wieder von oben bis unten dreckig – inklusive meiner Beine, die dazu noch verwundet waren.
Mein Körper reagiert nämlich heftig auf den Wirkstoff von Malariamedikamenten. So auch diesmal in Form von eitrigen Pickeln an den Beinen, die nach und nach aufgingen und zu Wunden wurden – die Beine, sie sahen schlimm aus. Und jetzt dazu komplett verschlammt…ob das mal gut geht…


Der Weg wollte auch kaum mehr besser werden mitten im Niemandsland, sodass wir Barclayville relativ früh abhakten und uns nur noch irgendwie 10 Kilometer bis zur nächsten kleinen Siedlung am Straßenrand durchkämpften, die wir im letzten Tageslicht erreichten nach 40 Kilometern. Der netten Dame gaben wir Bescheid, dass wir erst am nächsten Tag Barclayville erreichen werden.

Immerhin waren die Bewohner wieder sehr nett und hilfsbereit. Neben problemlosem Zeltaufbau holte man uns Wasser von der Pumpe in doch einigen hundert Metern Entfernung sowie für mich einen Kübel zum Reinigen der Beine. Das kalte Wasser half zwar bei dem mittlerweile eingetrockneten Schlamm nur ein bisschen, aber die Geste zählte.

Außerdem wurden wir natürlich wieder zum Reisessen eingeladen, zudem wurde uns ein eigens gebrannter Schnaps angeboten. Wir beließen es aber bei einmal probieren, Alkohol war jetzt nicht gerade regenerationsfördernd.
Jannick ging relativ schnell aufgrund seines müden Zustandes ins Zelt, während ich in meinem Hunger noch alle Dosensardinen sowie andere Snacks in meiner Tasche vernichtete.
Als jeder dann in seinem Zelt sich erholen wollte, kamen die Gastgeber nochmals auf uns zu: Mittlerweile sind dunkle Gewitterwolken aufgezogen. Aus Erfahrung können sie das Wetter sehr gut lesen und legten uns nahe, mit den Zelten in den Eingangsbereich des Wohnhauses umzuziehen.
Was ein nettes Angebot! Wir beeilten uns und nach etwas Tetris standen unsere Zelte im sicheren Innenraum. Kurz darauf begann dann auch tatsächlich ein wahrer Wolkenbruch, auch wenn das tatsächliche Gewitter weit weg war. Mit unserem Hab und Gut im sicheren Innenraum hatte es anschließend fast noch etwas beruhigendes, unter dem Vordach sitzend dem tropischen Gewitter zuzuschauen…

Bald legten wir uns schlafen und konnten es am nächsten Tag gemütlich angehen. Wir haben nämlich beschlossen, nur die 20 Kilometer bis Barclayville zu radeln und dort einen halben Erholungstag einzulegen. Mit dem Blick auf die Pfützen, die direkt neben der Siedlung unseren Weiterweg säumen sollten, fiel es auch schwerer als sonst, sich aufzuraffen.

Erst mittags rollten wir schließlich los. Da der Gastgeber beim Polizeicheckpoint einen Kilometer weiter später arbeitete, konnten wir dort immerhin durchgewunken werden.
Der Weg war in dem Sinne besser, dass es etwas weniger steile Hügel oder Matschabschnitte gab. In unserer allgemein müden Verfassung reichte jedoch das schon, um uns mal wieder im Schneckentempo vorankommen zu lassen. Hin und wieder musste zudem weiterhin abgestiegen werden, um am Matsch vorbeizuschieben.

Über zwei Stunden brauchten wir für die 20 Kilometer nach Barclayville. Insbesondere Jannick ging durch’s viele Schieben über steile Geröllhügel mal wieder auf dem Zahnfleisch auf den letzten Kilometern.
Umso erhabender war das Gefühl, in Barclayville immerhin mal wieder kurzfristig Asphaltkontakt zu haben. Viel erhabender war das Gefühl, als wir ein Café zum Ausspannen in der doch sehr überschaubaren Stadt gefunden haben. Bei Kaffee, Omelett-Sandwich und Spaghetti ließen wir zwei Stunden ins Lande ziehen, ehe wir uns um eine Unterkunft kümmerten und mit unserer Motorroller-Bekanntschaft Kontakt aufnahmen. Zitat: „Just take a random hotel, I pay for you that you can recover!“
Wir fanden schließlich ein relativ einfaches Gasthaus, welches dafür mit 35 US-Dollar pro Person und Nacht durchaus teuer war. Wir ließen unsere Bekanntschaft beim Check-in mit der Chefin des Hauses telefonieren, und nach etwas verhandeln überwies sie ihr den Übernachtungspreis. Danke für das liebe Geschenk!

Der Anblick beim Betreten der Zimmer war überwältigend: Ein Bett! Eine Dusche! Wow! Luxus pur! Insbesondere die Dusche (leider kein Warmwasser) wurde sehr genossen – auch wenn das kalte Wasser wiederum ungeeignet war, meinen Problemherd namens „Verdreckte und verwundete Beine“ nachhaltig zu säubern…

So unternahmen wir nach Beginn der ausführlichen Handwäsche der am meisten verschlammten Kleidung einen Spaziergang durch den Ort, um bei einer Apotheke nach einem Mittel zur besseren Wundheilung zu fragen.
Als ich mich zur optimalen Wundreinigung beraten lassen wollte, bat mich der Apotheker in sein Behandlungszimmer. Es begann eine unvergleichliche Tortour: Der Apotheker begann damit, alle gebildeten Krusten an meinem Bein höchst rabiat abzurubbeln. Ich biss mir auf die geballten Fäuste, um nicht vor lauter Schmerzen die gesamte Apotheke zusammenzubrüllen. Gute 10 Minuten dauerte die dieser schwere Gang, ehe jedes Stück Schorf abgerubbelt war. Anschließend desinfizierte der Apotheker die offenen Wunden und gab mir eine antiseptische Creme mit – na, schauen wir mal…
Wir gingen zurück zum Hotel und ich war nach diesem Ereignis sehr ruhebedürftig. Allgemein waren wir uns als Dreiergruppe im Genuss des kurzen Luxus von Komfort nach fast zwei Wochen Dschungeldurchquerung im Zelt einig: Wir brauchen Erholung und Pause, wir sind durch.
Da wir uns entschieden haben, in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste, das Ghana-Visum zu beantragen, war dieser Ort geradezu prädestiniert für diese überfällige Pause, muss man auf das Standard-Visum doch fünf Arbeitstage warten.
Voller Sehnsucht nach dieser Erholungspause suchten wir am späten Abend bei wenigstens mal gutem Internet nach entsprechenden Unterkünften. Um nicht zu lange aufs Visum warten zu müssen, sollten wir nicht zu Beginn eines Wochenendes ankommen. Da man jedoch vor dem Gang zur ghanaischen Botschaft noch das Online-Formular ausfüllen muss, schien eine Ankunft am Sonntag perfekt: Am Vorabend sich um die Vorbereitungen kümmern, und am Montag dann direkt zur Botschaft und in Auftrag geben.
Es war Freitagabend, als wir recherchierten – und es gab gute Angebote für den Sonntag neun Tage später – allerdings ohne Stornierungsoption. Bis Abidjan waren es noch 560 Kilometer. Wir mussten also bei einer Zeit von neun Tagen jeweils etwas mehr als 60 Kilometer fahren, genauer gesagt 62 im Schnitt, um das gut zu schaffen.
Erst zweifelten wir, ob wir nicht auf dem Weg noch etwas anschauen wollten und es dann zu knapp wird. Schließlich war die Sehnsucht nach Komfort und Auszeit sowie das Argument eines festen Zeitpunktes, auf den man hinarbeiten und sich freuen kann, jedoch größer.
Bald wurden Nägel mit Köpfen gemacht und die Unterkunft gebucht. Das bedeutete: Etwas über eine Woche werden wir durchziehen und uns eventuell auch etwas quälen müssen, aber es wartet eine Belohnung!
Mit dem fast schon befriedigenden Gefühl dieser Klarheit genossen wir anschließend eine deutlich erholsamere Nacht als die vorherigen im Bett des Hotels.
So entschieden wir uns auch gegen das Angebot unserer spendablen Bekanntschaft, einen Ausflug zu ihrer Goldmine zu unternehmen. Sie nagt, wie bei der Einladung bereits naheliegend war, nämlich tatsächlich nicht am Hungertuch und besitzt ein eigenes Goldförderungs-Business. Auch wenn es mit Sicherheit höchst interessant gewesen wäre, so lag nun die Priorität auf dem Vorankommen.
Blöd nur, wenn am Vormittag erst einmal noch das Fahrrad vom gröbsten Dreck befreit werden sowie die Handwäsche trocknen muss. Die Klamotten waren immer noch nicht „sauber“ im engeren Sinne, ein Blick auf die Dusche nach fünfmal Wasser wechseln bei der Handwäsche ließ jedoch erahnen, wieviel Sand und Dreck in der Kleidung gesteckt haben muss…

Nachdem alles noch wieder zusammengeräumt werden musste, kamen wir erst um 14 Uhr los.

Auch die Streckenbeschaffenheit sprach erst einmal gegen ein schnelles Vorankommen. Der Matsch war zwar nun endlich Geschichte, die Hügel blieben aber weiterhin eklig steil. Hört das denn nie auf?!?! Hoch, runter in Endlosschleife…


Ein nettes Erlebnis auf dem Weg war immerhin, als Lucas und ich beim Warten auf Jannick nach einem steilen Hügel einem wiederum sehr spendablen Herren begegneten, der uns jeweils 1000 liberische Dollar (ca. fünf Euro) in die Hand drückte, damit wir uns „etwas zu Essen und zu Trinken leisten können“. Wir wollten erst ablehnen, aber er ließ uns quasi keine Wahl und wollte das Geld nicht zurücknehmen – trotz Armut ist die liberische Kultur von einer solchen Gastfreundschaft und auch Großzügigkeit geprägt, dass es einem manchmal die Sprache verschlägt – ebenso wie bei den Geschenken, die bereits über den Paypal-Link hereinbekommen sind. Vielen lieben Dank nochmal hierfür!!
Für uns war es in diesem Fall auch praktisch, da es seit Monrovia keinen ATM mehr gab und wir länger als gedacht für die Dschungeldurchquerung gebraucht haben – die Bargeldvorräte waren bereits arg gestutzt, mit umgerechnet ca. vier Euro hätten wir über den letzten Tag kommen müssen.
Nach einem großen Dorf mit zwei langen Hügeln waren diese dann nach etwa 30 Kilometern auch endlich vorbei und es wurde merklich angenehmer zum fahren, als wir den Ort Bleebo erreichten. Von hier aus waren es noch ca. 75 Kilometer bis zur Grenze. Aufgrund der immer noch fordernden Strecke haben wir in den vier Stunden bis Sonnenuntergang diesmal wiederum nur 35 Kilometer geschafft.

In Bleebo stellte sich die Schlafplatzsuche kurz etwas umständlich dar, schließlich durften wir jedoch bei einer großen Familie einfach neben der Straße unsere Zelte aufbauen.
Der Abend gestaltete sich genauso gastfreundschaftgeprägt wie die vorherigen. Man machte uns traditionelle Kochbananen in leicht scharfer Soße als Snack, ehe wir wieder zum gemeinsamen Reisessen eingeladen wurden.

Außerdem wurden wir als Gäste traditionell zur Verköstigung von Kolanuss eingeladen, die bevorzugt in den tropischen Regionen Westafrikas vorkommt bzw. dort angebaut und geerntet wird. Das Koffein zu der späten Tageszeit stieß bei mir zwar auf weniger Begeisterung, aber fremde Kulturen gilt es nunmal zu respektieren.

Auch am nächsten Morgen wurden wir mit Kochbananen verwöhnt, ehe wir nach dem harmonischen Kurzaufenthalt sowie einem großen Abschiedsfoto schneller als sonst wieder auf der Strecke waren. Ziel: So nah wie möglich an die Grenze heranfahren.

Steile Hügel gab es jetzt kaum mehr, die Strecke war sehr angenehm zum Fahren. Zudem wussten wir, dass in ca. 40 Kilometern die Stadt Pleebo (fast identisch mit Bleebo 😉) wartet, wo wir das erste Mal seit fast 500 Kilometern wieder nachhaltig in den Genuss von Asphalt kommen werden.


Motiviert hiervon machten wir erst einmal nur kleinere Pausen und peilten dieses Zwischenziel für unsere Mittagspause an. Fast wie ein kleiner Abschiedsgruß ließ es der liberische Himmel noch einmal kräftig herunterschütten, sodass eine kurze Pause bei einem netten, unkorrupten Polizeicheckpoint doch noch einmal unausweichlich war. Wie immer zogen sich die letzten Kilometer, ehe wir endlich am Ortseingang von Pleebo waren. Das Ende der Gravelpiste war zum Greifen nahe.

Blöd nur, dass einige Verkäufer am Ortsteingang mir eine Fahrradwäsche aufzwängen wollten. Als ich kopfschüttelnd weiterfuhr, verfolgten sie mich und klauten meine Flip-Flops aus der Außentasche meines Gepäcks. Womöglich, damit ich umkehre und ihnen Geld gebe, um sie wiederzuerhalten. Ich nahm den Verlust in Kauf und fuhr kopfschüttelnd weiter…macht doch mit meinen Flip-Flops was ihr wollt. Gut, dass ich in dem Moment keine Wertgegenstände frei zugänglich hatte…
Spätestens, als ca. einen Kilometer später ohne Vorankündigung auf einmal der Asphalt anfing, war dieser negative Moment schon wieder vergessen. JUHU!! YES!!! DSCHUNGEL IST BESIEGT!!!

Pleebo bedeutete auch das endgültige Ende des Dschungelkapitels und den endgültigen Wiederbeginn der Zivilisation. Das zeigten auch die wieder deutlich zahlreicheren kulinarischen Optionen. Unter anderem wurden endlich wieder Bissap-Saft und sogar Frozen Joghurt auf der Straße verkauft. In einer wahren Heißhungerattacke verpasste ich ob der günstigen Preise meinem Körper einen wahren Zuckerschock.

Blöd war nur, dass bezüglich einer wirklich nahrhaften Mahlzeit die meisten Restaurants geschlossen waren oder überteuerte Preise verlangten. So machten wir lediglich eine kleine Kaffeepause, als wir uns mit unserer spendablen Bekanntschaft vom vorherigen Tag verabredeten. Er arbeitete in Pleebo in einem Sägewerk.
Leider vergaßen wir beim Quatschen etwas die Zeit und es war bereits später Nachmittag, ehe wir weiterfuhren. Noch gute 30 Kilometer waren es bis zur Grenze, die nun über besten Asphalt aber deutlich schneller rollten.
In Windeseile waren wir kurz vor der letzten Ortschaft Harper im südöstlichsten Bezirk Maryland, ehe man links auf die letzten 15 Kilometer in Richtung Grenze zur Elfenbeinküste abbog. Bereits im letzten Tageslicht fanden wir etwas mühsam auf einem Hügel neben der Straße an einer Kirche einen Platz zum Aufstellen der Zelte – selbstverständlich nach Rücksprache mit dem ansässigen Pfarrer.

Da es auf dem Weg Richtung Grenze keine adäquate Versorgungsmöglichkeit mehr gab, rekapitulierten wir abends bei Haferflockendinner ein wenig den intensiven Abschnitt der Tour, hinter den wir nun einen Haken setzen konnten. Beeindruckt haben uns drei Dinge: Erstens, wie doch jedes noch so kleine Dorf im abgelegensten Dschungel noch wenigstens eine kleine, medizinische Notfallstation besaß. Nichtsdestotrotz, krank hätte ich dort nicht werden wollen…
Zweitens, wie wirklich überall immer die gleiche Musik lief, die sich dadurch mehr oder weniger zu unseren neuen Ohrwürmern entwickelte: Wleesayma und Nah Sun-Sun Blay.
Der dritte Punkt waren die riesigen Buschbrände, die wir regelmäßig beim Fahren bewundern konnten. Sie wurden von den Einwohnern selber gelegt, um anschließend das Land neu kultivieren zu können. Ein interessanter und doch für einen Europäer etwas befremdlicher Ansatz…
Wir waren uns zudem einig, dass die vergangenen knapp zwei Wochen den intensivsten und herausforderndsten Abschnitt der bisherigen Tour darstellen. Ja, die Saharadurchquerung war fast ein Kindergeburtstag dagegen. Stellenweise kam man sehr nah ran an seine physischen Grenzen. Matsch, knappe Lebensmittelauswahl, schwierige Wasserversorgung, knackige und endlose Hügel sowie verschmutztes und versifftes Gepäck und Pannen am Fahrrad zollten definitiv ihren Tribut.
Wir waren heilfroh, nun in der Elfenbeinküste ein neues Kapitel dieser Reise aufschlagen zu können, in dem der Bodenbelag erst einmal hauptsächlich aus Asphalt bestand…


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