Steinkopf und Springbok

Noordoewer am Samstagnachmittag, den 27. September. Nachdem ich mein Zelt auf dem Campingplatz der Orange River Lodge aufgebaut habe, genoss ich im Innenhof des netten Anwesens mit Pool und Restaurant meine Snacks sowie ein leckeres Magnum-Eis von der Tanke (Magnum-Eis ist eine Konstante hier in Südwestafrika).

Ich war nicht alleine. Eine Gruppe feierender Einheimischer war ebenfalls bei lauter Musik zu Gange. Unter ihnen auch einige groß aufgebrezelte, junge Damen, vermutlich beim Vorglühen, ein klassischer Samstagnachmittag wohl. Eine der Damen kam irgendwann zu mir und machte mir ein Kompliment: „I love your eyes!“ „I love your dress!“, gab ich zurück, ehe sie mir eine Kusshand zuwarf.

Natürlich war das eine Einladung, bei den Feierlichkeiten dazuzustoßen. Mit dem Abschluss des Namibia-Kapitels hatte ich ja auch etwas zu feiern. Die Realität war freilich eine ganz andere: Ich war erschöpft und müde, noch gänzlich ungeduscht und wollte den Moment lieber erstmal für mich verarbeiten. Wer hier nun eine Story erwartet hätte, die weit über den Radfahralltag hinausgeht, den muss ich also enttäuschen. Ich distanzierte mich und verbrachte den Nachmittag für mich mit Erholung und dem Philosophieren über den erbrachten Meilenstein.

Ein stürmischer Nachmittag im Zelt.

26 Länder hast du nun bereits durchquert – nun folgt Nummer 27 und das letzte. Unglaublich. Fast 18.000 Kilometer sind auf dem Tacho. Nun bleiben noch etwas über 700 bis zum Kap. Was für eine Relation!

Letztendlich war ich über den ruhigen Nachmittag sehr froh. Abends fand tatsächlich eine Veranstaltung auf dem Campingplatz statt mit deutlich wahrnehmbarer Musik. Immerhin konnten meine Ohrstöpsel das meiste abhalten und um Punkt 22 Uhr war Ruhe – sonst hätte ich natürlich auch gleich das Ordnungsamt gerufen😉

Da am nächsten Tag nur der Grenzübergang geplant war, hatte ich alle Zeit der Welt. Ich wollte Millot und Jannick ja auch aufschließen lassen. Nur über die Grenze und direkt dahinter eine Unterkunft suchen, um ein bisschen die Zeit zu genießen. Dennoch, das muss ich natürlich zugeben, war mein Schlafrhythmus mittlerweile sehr auf früh eingestellt.

Morgen des Grenzüberganges: Hühner und Canyon in der Ferne.

Ohne jeden Wecker und ohne jegliche geplante Etappe war ich um 6:30 Uhr wach. Nach ein bisschen „dösen“ im Zelt war es 7:15 Uhr. Entspannt frühstückte ich, trank Kaffee und packte behutsam mein Zeug. Doch selbst in diesem Trott war ich um 9:30 Uhr fertig, um über die Grenze zu fahren.

Da ich ja sonst nur meine Zeit verschwendet hätte, machte ich mich auf den Weg. Nach einem Kilometer Rollen kam man zum Ausreiseterminal. Der Beamte schaute kurz meinen Reisepass an und stempelte ohne große Verzögerung – eine Sache von einer Minute. Anschließend ging’s in Form einer langen Brücke über den eindrucksvollen Orange River mit umliegender, canyonartiger Landschaft.

Nach Überquerung war man dann auch schon am Einreiseterminal für Südafrika. Wieder musterte der Beamte nur kurz meinen Reisepass, ehe der Einreisestempel gesetzt wurde – der letzte dieser Reise! Der nächste, fast nostalgische Moment. Anschließend führte ich noch etwas Smalltalk mit zwei Polizisten, die abschließend meinen Stempel kontrollieren wollten. Dann war es nach ca. 15-20 Minuten auch schon geschafft! Hallo, Südafrika! Einer der wohl unkompliziertesten Grenzübergänge dieser Reise!

Bitte eintreten ins letzte Land der Reise!

Direkt hinter der Grenze befand sich die Vioolsdrif Lodge, ein weitläufiger Resort mit Chalets und Swimming Pool. Ein Zimmer hätte hier regulär 60 Euro gekostet, exklusive Dinner und Frühstück. Für Radreisende bot man jedoch mal wieder, wie so häufig hier, besondere Konditionen. Ich durfte zum halben Preis übernachten. Abendessen und Frühstück waren hierbei inklusive.

Eine Ruheoase.

Für mein normales Budget waren 30 Euro natürlich trotzdem teuer. Aber zur Belohnung und um einmal den Moment zu genießen konnte man schonmal in die Tasche greifen. Zumal der Ort mit seiner Ruhe auch perfekt zum Erholen war.

Hinzu kam, dass die Betreiberin des Resorts extrem einladend war. Alle Getränke gingen auf’s Haus, später wurde ich noch zu einem mehr als sättigenden Barbecue sowie einem köstlichen Dinner inklusive Dessert eingeladen – man fühlte sich fast wie bei den Großeltern zu Besuch! Nach den beschwerlichen Etappen durch die namibische Wüste fast wie eine kleine Verwöhnungskur…

Nur ein kleiner Einblick…

Zwischendrin wurde einem kleinen Supermarkt neben der Lodge ein Besuch abgestattet. Neben Lebensmitteln wurde hier auch eine SIM-Karte geshoppt. Eine Registrierung war diesmal nicht notwendig. Schnell war Internet drauf gebucht und nach fünf Minuten war ich online. Schnell und unkompliziert. Wenn nur jeder Tag so problem- und reibungslos laufen könnte wie dieser…

Abends erhielt ich schließlich eine Nachricht von Jannick: Er und Millot haben sich gegen die Gravelvariante durch den Orange River Nationalpark entschieden und sind von Rosh Pinah aus in Richtung der Grenze bei Alexander Bay geradelt. Das hieß: Wir werden wohl noch länger getrennt radeln. Ob wir uns bis Kapstadt nochmal sehen?

Ich stellte mich hierauf ein und wusste nun, dass weiter Warten erstmal keinen Sinn macht. Weiter geht’s! Am nächsten Tag hieß es: Ab nach Steinkopf als erste größere Stadt hinter der Grenze. Am Vorabend machte ich schließlich noch alles bereit und frisch erholt ging es um halb 8 in der Früh wieder aufs Fahrrad – die erste richtige Etappe in Südafrika wartete!

Freilich nach einem wunderbaren Frühstück, das natürlich ebenfalls kostenlos war. Nach einem gemeinsamen Abschiedsfoto ob der Gastfreundschaft trat ich schließlich voller Motivation in die Pedale. Das war auch bitter notwendig. Schließlich befand sich das ganze Grenzgebiet in einer Art Canyon rund um das Flusstal des Orange Rivers auf nur 150 Metern Höhe. Nun hieß es: Wieder hoch auf 1.000 Meter Höhe!

Danke für die Gastfreundschaft!

Und das auf einem Anstieg von ca. 50 Kilometern Länge. Immer mit entspannten 1 bis 2 Prozent Steigung schraubte man sich wieder in die Höhe. Das war soweit kein Problem. Man kam voran und genoss die herrliche, gebirgige Halbwüstenlandschaft.

Neues Land, gleiches Bild: Weite Straßen, unendliche Landschaft…

Ebenfalls erstmal kein Unterschied zu Namibia bezüglich der Weiten. Bis Steinkopf gab’s 70 Kilometer nichts, bis auf unendlich lange, gerade Straßen und Natur. Es hätte eine herrliche, fast meditative Fahrt sein können. Wenn sich da nicht ein alter Bekannter eingemischt hätte: Der Gegenwind frischte stark und böig auf aus Südosten.

In der offenen Landschaft bei nur geringer Steigung war es furchtbar, es gab quasi keinen Windschutz. Eine steilere Steigung bietet oftmals bis zur Kuppe noch Schutz bei Gegenwind. So hatte nun beides: Bergauffahrt und Gegenwind. Quälende gut 25 Kilometer kämpfte und biss ich mich zwei Stunden durch diese unwirtlichen Bedingungen. Wie sagt man so schön: Gegenwind formt den Charakter! Man lernt, durchzuhalten und sich da durchzufighten.

Das Ende war auch absehbar: Knapp 25 Kilometer vor Steinkopf machte die Straße einen markanten Rechtsschlenker und zog nun statt nach Süden, mehr nach Südwesten. Konsequenz: Sofort hatte man den Wind nun schräg von hinten und flog über die Straße. Alle Qual von vorher in einem Moment wieder vergessen. Manchmal ist es schon verrückt, hier zu fahren…

Hinzu kam, dass nach 50 Kilometern Bergauffahrt der höchste Punkt erreicht und die 1.000 Meter Höhe wieder geknackt wurden. Die letzten 15 Kilometern nach Steinkopf glichen zusätzlich zum Rückenwind einer genussvollen Abfahrt. So kam ich ich ungestresst und gut gelaunt in dem verträumten Städtchen mitten im Nirgendwo des Hochplateus der südafrikanischen Halbwüste an.

Kurz vor Passhöhe auf 1.000 Metern wieder…
Abfahrt nach Steinkopf in der Bildmitte.

Einen Schlafplatz hatte ich nach diesen im Endeffekt gut machbaren 70 Kilometern bereits: Die nette Gastgeberin Letitia betrieb eine Privatunterkunft mit ein paar Zimmern. Wiedermal natürlich mit besonderen Konditionen für Radreisende: Für nur umgerechnet 7,50 Euro gab’s ein Zimmer mit Bett, Dusche und Kühlschrank. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich machte Feierabend und genoss den Nachmittag nach ausgiebiger Siesta bei einem Spaziergang durch den Ort.

Steinkopf: Verträumtes Örtchen in den Bergen.

Er hatte neben vielen Wohnvierteln immerhin einen Spar sowie eine Tankstelle mit Minimarkt, wo ich mich eindeckte. Zurück an der Unterkunft traf ich auf ein belgisches Fahrradreisepaar. Die beiden waren von Kapstadt kommend unterwegs in Viktoriafälle. Mit der wiederum extrem netten und einladenden Gastgeberin Letitia verbrachten wir einen netten Abend.

Ein Abend in Gesellschaft.

Eigentlich wollte ich hier nochmal einen Tag Pause machen. Die Ruhe dieses Bergortes, das Zimmer und der billige Preis. Alles hätte perfekt gepasst. Einen Haken gab’s jedoch: Im Laufe des nächsten Tages sollte der Wind aus Norden stürmisch auffrischen. Das bedeutete für mich ausnahmsweise mal perfekten Rückenwind.

Eine nette Oase der Erholung.

Die Crux hierbei: In der Früh sollte der Wind noch eher aus Osten bis Nordosten kommen, ehe er immer weiter auf Nord drehen sollte. Das hieß also, dass ein entspannter Tagesstart und spätes Losfahren diesmal Trumpf waren. Anders für das belgische Paar: Die beiden plante eine Abfahrt um 7 Uhr Richtung Namibia, um noch dem gröbsten Gegenwind zu entgehen! Viel Erfolg euch! Ich kann den Kampf und die Qualen bei dieser Naturgewalt nachvollziehen…

Ich für meinen Teil schlief ganz entspannt aus (das hieß 7:30 Uhr). Anschließend wurde ganz entspannt mit Kaffee und Frühstück auf der Sonnenterrasse der Tag gestartet. Doch so sehr ich auch versuchte, mich zu entspannen und fast lethargisch alles einzupacken: Um kurz vor 10 Uhr war ich fertig. Da ich alle Zeit der Welt hatte, war geplant, nur die 50 Kilometer bis in die nächste Stadt, Springbok, zu rollen. Immerhin für 50 Kilometer wird der super Wind genutzt.

Wiedermal: Danke für die Gastfreundschaft!

Zu Anfang, weil ich einfach kein wahrer Spätaufsteher bin, hatte ich freilich noch seitlichen Wind. Immerhin leicht von hinten, sodass es schonmal eher Unterstützung als hinderlich war. Zudem kam der gute Wind auf der Strecke gar nicht mal so gut zum Tragen, da es kaum ein flaches Wegstück gab. Ja, hier auf dem Halbwüsten-Hochplateau ist es mal wieder verdammt hügelig.

Rückblick auf Steinkopf.

Hinter Steinkopf ging es auch gleich mal wieder in mehreren Schüben hoch bis auf wieder knapp 1.000 Meter Höhe. Die Landschaft freilich war grandios und ich knipste fleißig dahin. Anschließend folgte eine lange, rauschende Abfahrt. Natürlich musste man aber auch alles wieder hoch in einem ebenso langen Anstieg. Nach einer weiteren Abfahrt bis kurz vor Springbok ging es auf den letzten Kilometern bis in die Stadt nochmals steil bergauf. Flachland? Absolute Fehlanzeige hier.

Eine wunderschöne Abfahrt.
Zweite Abfahrt nach Springbok im Hintergrund.

Trotz des Windes waren also die 50 Kilometer durchaus fordernd. Bei Sonne und Hitze war ich erstmal froh um eine Erfrischungs- und Snackpause in dem belebten Zentrum von Springbok. Zudem  gab’s unzählige Einkaufsläden und eine richtige Shoppingmall. Wohl die belebteste Stadt seit Swakopmund. Dafür musste man also fast 1.200 Kilometer radeln durch viel…ja…Landschaft.

Als ich mich mit meinen frischen Snacks neben mein Fahrrad an die Straße hockte, kam ein Einheimischer auf mich zu. Er war ebenso begeisterter Ausdauersportler und fragte mich über meine Reise aus. Tief beeindruckt bot er mir an, dass ich bei ihm übernachten kann. Das einzige Problem: Er wohnte 15 Kilometer außerhalb von Springbok.

So mussten wir uns leider wieder verabschieden und ich ging stattdessen auf den Caravan Park zwei Kilometer außerhalb von Springbok. Dennoch: Mal wieder so eine nette Begegnung mit Einheimischen hier in Südafrika, die wahrlich dein Herz erwärmt. Bisher habe ich, insbesondere allein, mit den Menschen hier in Südafrika nur außerordentlich gute Erfahrungen gemacht…

Auf dem Caravan-Park stellte ich mein Zelt auf und machte danach zu Fuß nochmal auf den Weg in das Zentrum von Springbok. Nach so langer Zeit mal wieder in einer großen Auswahl von Geschäften zu stöbern, war ein Genuss.

Springbok: Mitten in Halbwüsten-Gebirgslandschaft.

Und ein Utensil fehlte mir ja auch noch: Ein Fußballtrikot von Südafrika! Das Problem: Fußballtrikots gibt es hier, wie in Namibia kaum. Rugby ist hier deutlich populärer, die Mannschaft der Springboks in aller Munde. Dementsprechend findet man hier Merchandising dieser Mannschaft auch wie Sand am Meer.

Ich überlegte mir: Muss es denn ein Fußbaltrikot sein? Warum nicht noch ein Rugbytrikot zur Abwechslung?! Da ich in Springbok eh einen Tag verbringen wollte, konnte ich mir mit dieser Entscheidung ja alle Zeit der Welt lassen…

Hervorzuheben ist zudem, dass es hier nach langer Zeit mal wieder große Lebensmittelläden gab und die Preise sind hier im Vergleich zu Namibia wieder deutlich billiger: Eine 250-Gramm-Schale Erdbeeren für 90 Cent! Eine Schale Heidelbeeren für einen Euro! Damit war mein Abendessen natürlich auch gesichert und mein Körper bekam mal wieder ein bisschen dringend notwendiges Vitamin C…

Haferflocken mal wieder mit frischem Obst.

Bei immer noch großer Spätnachmittagshitze ging ich zurück zum Zeltplatz, telefonierte mit den Freunden und Familie, kühlte mich im Pool ab – kurzum: Ich genoss den Moment bei besten Bedingungen, ohne Stress und mit aller Zeit der Welt.

Ein cooler Platz zum Entspannen.

Natürlich wird es hier zur Frühlingszeit bei klarem Himmel in der Nacht aber trotzdem frisch. Und am nächsten Morgen gab’s nach sonnigem Start das Kontrastprogramm. Alsbald zog nasskalter Hochnebel herein und setzte sich hier zwischen den Bergen fest. Es war das Flair eines grauen Novembertages in der Heimat. Ohne meinen Kuschelpulli ging hier nichts mehr – am Vortag herrschte noch große Hitze!

🥶

Herzerwärmend war immerhin eine weitere Begegnung am Campingplatz: Ein älteres, einheimsiches Ehepaar war mit seinem Camper unterwegs nach Namibia. Sie erzählten mir, dass ich aufgrund des bepackten Fahrrades schon länger ihre Aufmerksamkeit hatte. Anschließend fragten sie mich über die Reise aus.

Nach meinen Schilderungen boten sie mir jede Hilfe an, die ihnen irgendwie möglich ist. Ja, als ich erzählte, dass ich nur noch einen Ersatzschlauch und drei Flicken habe, nahmen sie mich sogar kurzerhand im Camper mit in das Zentrum von Springbok, um nach einem Fahrradladen zu suchen.

Im dritten Versuch fanden wir sogar ein Geschäft. Ein zweiter Ersatzschlauch zur Sicherheit wäre natürlich die Optimallösung gewesen. Leider sind hier in Südafrika, anders als in Europa, 28-Zoll-Laufräder nicht die Regel. Der Standard ist 26 Zoll. Jannick hätte hier also leichtes Spiel, während ich bezüglich eines Schlauches leer ausging. Immerhin hatten sie Flickzeug, woraufhin ich mir nochmal ein weiteres Set kaufte. Das sollte für 600 Kilometer schon irgendwie hinhauen…

Anschließend luden mich die beiden, obwohl sie mich erst seit der Früh überhaupt kannten, sogar noch zum Burgeressen ein. Ja, sie gaben mir sogar ihre Kontakte rund um die Westküste Südafrikas und appellierten an mich, mich jederzeit zu melden, sofern ich eine größere Panne habe. Sie würden sofort Hilfe einleiten. Zudem boten sie mir auch an, dass ich einige Tage bei ihnen zu Hause unweit von Kapstadt unterkommen könnte, falls ich keine bezahlbare Unterkunft in der Stadt finde.

Da frage ich mich manchmal: Wieviel Liebe kann jemandem entgegen gebracht werden?! Die Menschheit ist nicht verloren, es gibt noch so viele zuckersüße Menschen auf diesem Planeten! Nach dem Essen verabschiedete ich mich mit der innerlichsten aller Umarmungen von dem Paar, das weiter Richtung Namibia fuhr.

Ich nutzte die Zeit und machte nochmal einen Stadtbummel, eingekuschelt in die Kapuze meines Hoodies bei hochneblig-trüben 11 Grad. Im Shoppingcenter war es wenigstens warm und windgeschützt…so habe ich mir Südafrika keinesfalls vorgestellt😉

Ansehnliche Kirche von Springbok.
Immerhin in den Geschäften war es schön warm.

Zurück auf der kalten Straße gab es hier auch mal wieder die klassichen Straßenmärkte. Unter anderem gab es hier ein Fake-Springboktrikot für 15 Euro. Das Original im Markenladen des Shoppingcenters kostete schlappe 115 Euro. Da schlage ich gerne auf der Straße zu.

Ein gutes Fake-Trikot!

Ich blieb noch länger in der Stadt, da es hier eben warme Räumlichkeiten gab, wo man sich aufhalten kann. Schon die zwei Kilometer Fußweg zurück zum warmen Zelt haben mir gereicht – ich bin aber auch ehrlich ein Warmduscher geworden 😉

Rückweg mit November-Feeling.

Übrigens: Der Ortsname „Springbok“ kommt tatsächlich von den zahlreichen Springböcken, die ihren Lebensraum in dieser Region im Nordwesten Afrikas hatten. „Steinkopf“ hingegen kommt von einem deutschen Minister, der Anfang des 19. Jahrhunderts viel Geld in die Region investiert hatte.

Am Abend bekam ich wiederum ein neues Update von Jannick. Er und Millot haben die Grenze bei Alexander Bay nun überquert. Sie sind etwas weniger als 250 Kilometer, also normal gute drei Tage, hinter mir. Wir verblieben dabei, dass ich erstmal weiter zur Küste fahre und dort nochmals einen Kurzurlaub einlege bzw. kurze Etappen plane, wo mich die beiden ja wieder einholen können…wie beschrieben: Mal schauen, ob wir uns vor Kapstadt noch einmal sehen werden…

3 Antworten zu „Steinkopf und Springbok”.

  1. Interessent und spannend. Und weit weg von meiner Lebenswirklichkeit 🤷‍♂️

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    1. Vielen lieben Dank! Und ja, ich möchte diese Lebenswirklichkeit auch nicht missen, zumal sie nun bald dem Ende zugeht – vorerst 😉

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